Stammzellentherapien in Erprobung - Neue Verfahren ermöglichen Heilung von Krankheiten

Nach ersten Erfolgen, die auf die erste Behandlung mit Stammzellen aus dem Nabelschnurblut durch die Ärztin Eliane Gluckmann zurückzuführen sind, folgte eine weltweite Forschungswelle, um die neue Therapie für möglichst viele Erkrankungen nutzbar zu machen. Nachdem man in Paris hervorragende Erfolge bei der Behandlung eines Kindes erzielen konnte, dass an der Fanconi-Anämie erkrankt war, sah man auch potenzielle Erfolge in der Behandlung von Erkrankungen mit einer ähnlichen Klinik.

Künftig kann man davon ausgehen, das auch noch mehr Erkrankungen als Tumore, Krebserkrankungen oder Erkrankungen der blutbildenden Systeme mit den Stammzellen aus Nabelschnurblut behandelt bzw. sogar geheilt werden können.

In internationalen Studien und Langzeitstudien sowie in der Behandlung von Einzelfällen wurden beispielsweise gute Therapieerfolge bei der Behandlung von Diabetes Typ 1 erzielt, der in der Zwischenzeit sogar als durch die Stammzellentherapie behandelbar bzw. heilbar gilt. Das gleiche gilt für die Behandlung von frühkindlichen Hirnschäden.

Doch auch für weitere Autoimmun-Erkrankungen, wie zum Beispiel Rheuma, Arthritis sowie Multiple Sklerose sieht man künftig Therapieerfolge bis hin zur vollständigen Heilung durch eine Stammzellentherapie aus Nabelschnurblut als gegeben an. Weitere positive Behandlungserfolge erzielte man bzw. erzielt man derzeit zur Erprobung bei Herz-Kreislauf-Erkrankung und Herzinfarkt sowie angeborenen Herzklappenfehlern, wobei man derzeit schon in der Lage ist, mitwachsende Herzklappen künstlich zu züchten. Zumindest werden hier positive Erfolge in langzeitlich angelegten internationalen Studien erzielt, die auf eine künftige Heilbarkeit schließen lassen. Ähnliche Forschungsergebnisse gibt es auch für traumatische Verletzungen der Wirbelsäule, für eine Harninkontinenz (Blasenschwäche) sowie für Verbrennungen und für chronische Wunden.

In allen genannten Fällen gibt es bereits positive Forschungserfolge in Langzeitstudien, sowie auch vereinzelte Behandlungserfolge am Menschen, die auf eine weite Verbreitung in der Zukunft schließen lassen. Was allerdings nach wie vor nicht geklärt ist, ist der Punkt, inwieweit – gerade in Deutschland – die Kassen bereit sein werden, die jeweiligen Behandlungsverfahren zu akzeptieren und zu finanzieren.

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Zusammenfassung

Durch medizinische Fortschritte und Durchbrüche auf dem Gebiet der Stammzellforschung werden zukünftig derzeit nicht therapierbare Krankheiten heilbar

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