Entnahme von Nabelschnurblut - Weiterverarbeitung des Nabelschnurbluts direkt nach der Geburt

Die Entnahme des Nabelschnurblutes erfolgt direkt nach der Abnabelung des Kindes. Schließlich handelt es sich bei dem Nabelschnurblut um das Plazentarestblut, das als Blut des Kindes nach der Abnabelung noch in der Nabelschnur und der Plazenta enthalten ist. Die Entnahme ist somit sowohl für die Mutter als auch für das Kind unschädlich, kann aber später unter Umständen sehr wichtige und sogar lebensrettende Funktionen wahrnehmen.

Sofortige Cryokonservierung des Nabelschnurbluts nach der Geburt

Normalerweise wird das frisch gewonnene Nabelschnurblut mit den darin enthaltenen Stammzellen innerhalb von maximal sechzehn Stunden von der Geburtsklinik zur Stammzellenbank transportiert, dort kontrolliert und anschließend eingefroren bzw. eingelagert. Dazu bedient man sich in der Regel eines rund um die Uhr besetzten Kurierdienstes, der von der betreffenden Geburtsklinik sofort angefordert werden kann und daher auch ständig verfügbar ist.

Die frisch gewonnenen und hochwertigen Präparate werden dann umgehend in einem speziell dafür vorgesehenen und eingerichteten Labor dauerhaft kältekonserviert. Die deutschen Ärztekammern schreiben für diesen Vorgang eine maximale Dauer von 48 Stunden vor. Die meisten privaten (und auch öffentlichen) Datenbanken und Labore erledigen diesen Vorgang aber bereits innerhalb der bereits erwähnten 16 Stunden, so dass man weit unter dem verlangten Satz liegt.

Hohe Sicherheitsstandards beim Transport von Nabelschnurblut

Auch wird das Blut sofort nach der Entnahme in einem speziellen Transport-Set aufbewahrt und zum Labor transportiert, so dass Verwechselungen zum einen nicht möglich sind und zum anderen auch ein extrem hoher medizinischer und hygienischer Standard gewährleistet werden kann.

Haltbarkeit von Nabelschnurblut

Entgegen vieler Annahmen kann man das gewonnene Nabelschnurblut inkl. der darin enthaltenen Stammzellen über mehrere Jahrhunderte hinweg aufbewahren, sofern es sorgfältig aufbereitet und konserviert worden ist. Diese Konservierung erfolgt dabei in der Regel mit Hilfe eines Verfahrens der Kältekonservierung, so dass man auch von einem Einfrieren spricht. Wissenschaftler des bekannten Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik haben bestätigt, dass die Stoffwechselprozesse der im Nabelschnurblut enthaltenen Stammzellen bei einer Einlagerung bei fast minus 200 Grad nahezu zum Erliegen kommen.

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Zusammenfassung

Nabelschnurblut wird direkt im Anschluss an die Entnahme nach der Geburt des Kindes mit speziellen Verfahren cryokonserviert und somit auf Jahrzehnte haltbar gemacht

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