Nutzen der Entnahme und Konservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut
Für die Entnahme und die Konservierung von Stammzellen aus Nabelschnurblut gibt es derzeit vier hauptsächliche Gründe. Zum einen kann hier der Grund einer geplanten Spende an ein sogenanntes Stammzellregister zu Forschungszwecken vorliegen. Zum anderen kann eine (gerichtete) Spende für den Zweck der Behandlung eines erkrankten Familienmitglieds gewünscht werden. Des weiteren kann die Entnahme und Konservierung zur privaten Vorsorge im Falle einer notwendigen Eigenbehandlung durchgeführt werden und aber auch den Grund einer Spende für die Stammzellforschung haben.
Spende an ein Stammzellregister zu Forschungszwecken
Sinn und Zweck einer Spende an ein Stammzellregister ist es, einen sogenannten Pool an entsprechenden Präparaten von Nabelschnurblut und Stammzellen aufzubauen, auf den die jeweils behandelnden Hämatologen und Onkologen im Bedarfsfall schnell und unkompliziert zugreifen können.
Auf Grund einer Kryokonservierung besteht in diesem Zusammenhang auch die Möglichkeit, seltener benötigte Stammzellen, beispielsweise für Patienten mit gemischter ethnischer Herkunft oder mit seltener genetischer Ausstattung auf Vorrat lagern zu können.
Der jeweils behandelnde Arzt kann die Spendersuche durch eine bestehende Zugriffsmöglichkeit auf solche Stammzellregister erheblich verkürzen und die Chancen der Wirksamkeit einer Therapie beträchtlich erhöhen.
Behandlung eines kranken Familienmitglieds
Gut für eine Transplantation geeignet, sind oftmals die Stammzellen von nahen Verwandten, wie zum Beispiel von Eltern und Geschwistern, sofern eine Übereinstimmung der Gewebeverträglichkeit vorliegt. Bei einer bereits vorliegenden Erkrankung wird dabei das Nabelschnurblut bereits zielgerichtet für eine spätere notwendige Behandlung gewonnen und eingefroren.
Eigenkonservierung von Nabelschnurblut zur privaten Vorsorge
Kontrovers diskutiert wird allerdings die autologe Einlagerung, also die Eigenkonservierung von eigenen Stammzellen aus eigenem Nabelschnurblut. Hier gehen die Einwände vor allem in die Richtung einer evtl. bereits bestehenden Veranlagung im Blut auf die Erkrankung und auf die geringe Wahrscheinlichkeit, im Kindesalter die eigenen Stammzellen zu benötigen. Trotzdem verzeichnen auch private Nabelschnurblutbanken, die diese Art der Entnahme und Einlagerung durchführen, gerade in den letzten Jahren ein erhebliches Plus an Behandlungszahlen.
Spenden für die Stammzellforschung
Im Rahmen der Stammzellforschung werden dagegen die Nabelschnurblutspenden genutzt, um Erkenntnisse zur Therapie von Erkrankungen und deren Wirkungsweisen zu erhalten, die angewendet werden.
